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Spree-Schwimm­halle 2.0

Sachstand. Entwicklung. Bürgerfragen.

Worum geht's?

Unsere Spree-Schwimmhalle ist mittlerweile 50 Jahre alt. Seit fast 25 Jahren ist sie Teil des Schwapps.

Der Sanierungsbedarf der Halle und ihrer Einrichtung ist erheblich – saniert und ertüchtigt werden müssten Gebäude, Becken und Nebenräume.

Hinzu kommt, dass Investoren Interesse am Grundstück des Schwapps zeigen.

Wie kann es weitergehen? Was brauchen wir? Was können wir uns leisten? Wie sieht die Zukunft unserer Spree-Schwimmhalle aus?

Diese Situation birgt Chancen, aber vielleicht auch Risiken, die wir auf dieser Projekt-Seite zusammentragen möchten.

Ausgangslage

Die alte Spree-Schwimmhalle

Eine Untersuchung zum Sanierungsbedarf des Schwapps wurde 2020 in Auftrag gegeben. Mit dem Ergebnis liegt erstmalig der tatsächliche Umfang des Sanierungsstaus des Schwapps in konkreten Zahlen vor.

Rund 27 Millionen Euro (Prognose Stand Mai 2020) stehen für eine umfängliche Sanierung im Raum, die das Bad auf einen Stand brächte, der 15 weitere Betriebsjahre zuließe.

Hierbei sind weder der Zugewinn an Attraktionen oder sonstigen Innovationen berücksichtigt. Der Erhalt des Bestandes wäre gesichert.

Die Spree-Schwimmhalle 2.0

Wie die Idee entwickelt wurde

Investorenanfrage: Bau einer einzigartigen Surf-Anlage mit integriertem Spaßbad

Im Frühjahr 2020 hat der Landkreis Oder-Spree potentielle Investoren an die Stadt Fürstenwalde vermittelt. Eirik Randow und Marvin Thams – die Namen der beiden Interessenten – haben Großes vor. Sie wollen die erste überdachte Surf-Anlage in Deutschland bauen. Gemeinsam mit erfahrenen Architekten, Ingenieuren und Finanzierern sind sie zu diesem Zeitpunkt bereits viele Schritte gegangen. Neben Machbarkeitsstudien und Konzeptentwürfen war vor allem die Suche nach dem perfekten Standort das Hauptthema der Investoren.

Nachdem über 100 Standorte im Berliner Umfeld in Betracht gezogen wurden, bleibt aktuell ein Wunschstandort übrig: Fürstenwalde auf dem Gelände des jetzigen Schwapps.

Konzeptbild der geplanten Surf-Anlage Quelle: SURF ERA

Lösungsansatz: Zusammenführen der Projekte.

Bei der Grundstückssuche für das Surf-Projekt kam der Gedanke auf, die Sanierung des Schwapps mit der geplanten Surf-Anlage zur Verbinden. Die SURF ERA passte daraufhin ihr Konzept (zur Präsentation SURF ERA, Stand April 2021) derart an, dass nun ein state-of-the-art Spaßbad integriert ist.

Separate, städtisch betriebene Schwimmhalle als Spree-Schwimmhalle 2.0

Da Spaßbäder nicht förderfähig sind, wurde im Februar durch die Stadt­verordneten­versammlung beschlossen, dass, wenn SURF ERA in Fürstenwalde wahr werden sollte, eine unabhängige Schwimmhalle separat gebaut werden soll, um keine Abhängigkeiten an den Erhalt der SURF ERA zu binden. Der Vorschlag zum Standort: Die neue Spree-Schwimmhalle 2.0 könnte nahe des Spaßbads und der Surf-Anlage der SURF ERA entstehen.

Die Vorarbeiten zum Bau einer eigenständigen Schwimmhalle wurden mit der Standortvorauswahl durch die Stadtverordneten begonnen. Im Ergebnis dieser Standortvorauswahl steht nun eine Option. Diese wird jetzt auf ihre Eignung hin umfassend untersucht. Hierfür werden auch Interessengruppen angehört. Ein wichtiger Faktor, den Standort in der Großen Freizeit zu wählen, liegt im Integrierten Stadt­entwicklungs­konzept (INSEK) ab Seite 155 begründet. Hier wurde als Entwicklungsziel festgelegt, dass dieser Bereich zu einem Bildungs- sowie Freizeitcampus entwickelt und qualifiziert werden soll.

Entwicklung im Überblick

2021 September
Sondersitzung der Stadtverordnetenversammlung

In einer eigens einberufenen Sondersitzung beantwortet der Gutachter der 2020 vorgestellten Analyse zum Sanierungsbedarf des Schwapp Fragen der Stadtverordneten. Die Verwaltung präsentiert den Sachstand in einer Überblickspräsentation und die SURF ERA stellt ein Präsentationsvideo zur Verfügung.

Präsentation vom 23. September 2021 (PDF)

Video-Präsentation SURF ERA zum Konzept

2021 Juni
Vorschlag zur Einwohnerbeteiligung

Die Verwaltung schlägt der Satdtverordnetenversammlung ein Verfahren vor, wie Fürstenwalder*innen ab dem Alter von 12 Jahren im Verlauf eingebunden werden können. Die Abstimmung darüber wird auf August verschoben.

2021 Juni
Übergabe Petition zur Einwohnerbeteiligung

Dem Bürgermeister und dem Stadtverordnetenvorsitzenden wird durch den verein Limes Protect e. V. eine Unterschriftensammlung "Schwapp erhalten - Surfera hinterfragen überreicht", die zwar nicht die formellen Anforderungen eines Bürgerbegehrens erfüllt und auch nicht das erforderliche Quorum (2.513 Bürgerinnen und Bürger der Stadt) erreicht hätte, aber den Wunsch der Beteiligung erkennen lässt.

2021 Juni
Machbarkeitsbewertung durch die Verwaltung

Die Verwaltung ermittelt die Bedarfe und prüft die stadtplanerische Machbarkeit, verschiedene Bauweisen sowie die zu erwartenden Kosten. Eine Präsentation des Arbeitsstandes erfolgte im Werks- sowie im Stadtentwicklungsausschuss.

Präsentation vom 22. Juni 2021 (PDF).

2021 Februar
Grundstücks­klärung und Absichts­erklärung

Im Februar wurde die Unterzeichnung einer Absichtserklärung - Letter of Intent (LOI) - beschlossen. Unter anderem wird darin geregelt, dass die Stadt verschiedene Verfahren anstößt (Entbehrlichkeitsprüfung, Verkehrswertgutachten etc.), das Grundstück keinem anderen Interessenten anbietet und dass diese Vereinbarung KEINE Verpflichtung zur Übertragung des Grundstücks bedeutet – weder für die eine Partei, noch für die andere. Beiden Parteien werden ausdrücklich Rücktrittsrechte eingeräumt.

Parallel arbeiten beide, für den Fall, dass es am Ende nicht passt oder von der anderen Seite gewollt wird – an einem "Plan B". Die SURF ERA ist mit Altlandsberg im Gespräch. Die Stadt lässt einen Sanierungsplan für das Schwapp durch Dr. Schieben erstellen, der sich schon für die Sanierung des Reifenwerks verantwortlich zeichnete. In dem LOI ist auch geregelt, dass unverzüglich mit den Vorarbeiten zum Bau einer eigenständigen Schwimmhalle begonnen wird.

Vorschlag: Zusammenlegen der Projekte "Schwapp-Sanierung" und "SURF ERA"

Erste Gedanken, die Projekte zusammenzubringen, kamen im Herbst 2020.

Die SURF ERA passte daraufhin ihr Konzept so an, dass ein state-of-the-art Spaßbad integriert ist.

Die Frage zum Verbleib der Schwimmhalle blieb.

Im Februar wurde durch die Stadt­verordneten­versammlung beschlossen, dass, wenn SURF ERA in Fürstenwalde wahr werden sollte, die Schwimmhalle separat gebaut und durch die Stadt betrieben werden soll, um keine Abhängigkeiten an den Erhalt der SURF ERA zu binden.

Parallel: Grundstückssuche für das Projekt SURF ERA

Während die Sanierung der Schwimmhalle diskutiert wurde, befanden sich die Investoren um das Projekt SURF ERA auf der Grundstückssuche. 

In Fürstenwalde wurden vier Grundstücke den Interessenten vorgestellt, die aufgrund ihrer Größe und der allgemeinen Rahmenbedingungen infrage kamen:

Die Ehrenfried-Jopp-Straße fiel beispielsweise aufgrund des Zuschnitts aus der Auswahl. Bei weiteren Grundstücken (Triftstraße und Buchholzer Chaussee) hätten aufwendige Verfahren vor Baubeginn gestanden. Sie sind weder erschlossen, noch für solche Bebauungen beplant. All das kostet nicht nur Zeit. Die Erschließung hätte zudem deutliche finanzielle Mehrbelastung des Verkäufers mit sich gebracht. Zum Teil wären auch mehrere Eigentümer Verhandlungspartner gewesen.

Blieb von den möglichen Kandidaten nur noch das alte „Lacufa-Grundstück“ – der Eigentümer ist jedoch nur zum Verkauf einer Teilfläche bereit. Somit war die Grundstücksgröße nicht mehr ausreichend. Sonst ist das Grundstück jedoch ideal, da voll erschlossen und bereits mit ähnlichen Angeboten in Betrieb.

Diskussion: Hürden und Vorschläge zur Finanzierung

Für die Sanierung von Spaßbädern stehen keine Fördermittel zur Verfügung, da das Betreiben von solchen Bädern keine öffentliche Aufgabe ist.

Diskutiert wird eine Realisierung der Sanierung über Investitionskapital. Der Bau eines Spaßbades könnte für Investoren interessant sein, da der Standort aufgrund bestimmter Fördergebietskulissen die bestmöglichen Perspektiven bietet.

Beschluss: Studie als Grundlage für Sanierungsplan

Beschlossen wurde: Die Konzeptstudie soll als Grundlage für die Erstellung eines Sanierungsplans genommen werden. Das heißt, derzeit (Stand Mai 2020) muss von rund 27 Millionen Euro Investitionskosten ausgegangen werden, um alles zu sanieren, ohne Neuanschaffungen.

2020
Ergebnisse der Studie

Die Konzeptstudie zeigt einen gravierenden Sanierungsstau auf – bspw. steht Wasser im Estrich, die Lüftungsanlage ist unterdimensioniert, massive Korrosionsschäden sind dokumentiert.

Alles in allem wird mit einer Summe von rund 18 Millionen Euro netto alleine für die Sanierung gerechnet. Plus Planungskosten und Mehrwertsteuer liegen die tatsächlichen Kosten dann bei geschätzten 27 Millionen Euro laut unabhängiger Analyse (Stand Mai 2020).

Damit sind noch keine neuen, zeitgemäßen Attraktionen oder Verbesserungen angeschafft, sondern allein die Missstände behoben – und niemand weiß, was passiert, wenn das 25-Meter-Stahlbecken entfernt wird.

Schließzeit und Teilschließzeit würden sich bei der Sanierung nach dieser Analyse auf mindestens 15 Monate belaufen.

2019
Beauftragung einer Studie

Beauftragung einer Konzeptsudie durch die Stadt­verordneten­versammlung. Ein spezialisiertes Ingenieurbüro soll den Sanierungsbedarf beurteilen..

2018
Auftrag zur Feststellung von Mängel und Kosten

Das Schwapp erhielt den Auftrag aufzustellen, was die Reparatur der vorliegenden Mängel kosten würde.

Aufzeichnung vom Live-Videostream mit dem Bürgermeister Matthias Rudolph zum Projekt.

Vor- und Nachteile einer separaten Schwimmhalle

Vorteile

Nachteile

Bürgerfragen (FAQ)

Hier finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Nutzen Sie auch die MAERKER Plus Plattform um mitzudiskutieren.

In der zeitgemäßen Spree-Schwimmhalle 2.0, die parallel zum Projekt SURF ERA entsteht.

Eine moderne Schwimmhalle ist heute so zu planen, dass sie so effizient wie möglich betreiben werden kann und Ressourccen schont. Zudem ging der größere Aufwand bisher immer in den Spaßbereich.

 

Genau wie jetzt. Das Gleiche wollen wir noch einmal für Fürstenwalde – dass sich alle gemeinsam für ein Projekt stark machen, von dem wir alle dann profitieren, mit einem größeren Angebot, mit höherer Qualität und einer riesigen Aufwertung für den Stadtteil Nord.

Nach jetzigem Stand – noch vor der Beteiligung der Kinder und Jugendlichen – wird weder der Skaterplatz, noch der Basketballcourt und schon gar nicht die Bowlinghalle (ginge auch gar nicht, da das Strikers Privatbesitz ist) wegfallen. Die Spree-Schwimmhalle 2.0 soll auf dem Fußballfeld errichtet werden und das mögliche Parkhaus für Schwimmhalle und SURF ERA würde auf dem jetzigen Parkplatz errichtet und aufgrund seiner Geschossigkeit nicht mehr Platz benötigen als heute. Zur besseren Einordnung wurde als Arbeitsgrundlage eine mögliche bauliche Anordnung grafisch visualisiert.

Das Gesamtkunstwerk wird sich an der neuen Spree-Schwimmhalle 2.0 wiederfinden, wenn das der maßgebliche Wunsch ist, machen wir es möglich.

In den Gesprächen mit den Investoren wurde immer zugesichert, dass bezahlbare Angebote ermöglicht werden.

Das Schwapp mit all seinen Möglichkeiten hat bisher rund 300.000 Besucher pro Jahr angezogen. Nur im Landkreis Oder-Spree übernachten pro Jahr 600.000 Gäste – Berlin liegt direkt vor der Tür. Eine Attraktion wie diese zieht auch noch Gäste an, die weit entfernt leben (vgl. Freizeitparks oder Karls Erdbeerhof).

Für die Schwimmhalle erhofft sich die Stadt die Anzahl der Besucher – rund 100.000 der 300.000 pro Jahr – noch erhöhen zu können, da mehr Schwimmfläche zur Verfügung stehen wird.

Antworten und Auskunft vom Bürgermeister

Facebook live - Bürgermeister Matthias Rudolph beantwortete im Januar fast 1,5 Stunden alle Fragen rund um das Projekt.

Sozialausschuss vom 27. Mai 2021 - der Bürgermeister informiert zur Zukunft der Großen Freizeit (Schwimmhalle, Skaterpark) ab Stunde 1:04.

Dokumente & Links

Stadtentwicklungsausschuss vom 11.08.2020

Außerplanmäßige Stadt­verordneten­versammlung vom 01.12.2020

Außerplanmäßige Stadt­verordneten­versammlung vom 18.02.2021

Werksausschuss vom 05.06.2021

Sondersitzung Stadtverordnetenversammlung 23.09.2021

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